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Von Kairouan ging es weiter nach Maktar, allerdings nicht über die Haupstrasse,
sondern über eine Nebenstrecke. Dabei liegt Maktar bereits über 900m hoch in einer
teilweise sehr grünen Landschaft, eine Art Mittelgebirge in Tunesien. Wir hatten
wirklich Glück mit dem Wetter, es war strahlend blauer Himmel, aber durchaus
frisch.
Maktar selber hat ein grosses Ausgrabungsfeld (ca. 600m x 500m), in dem sich
beeindruckende Bauten der Römer befinden. Ursprünglich von Numidern gegründet,
wurde es zunächst ein Zufluchtsort der Punier nach der Zerstörung Karthagos.
Erst Marc Aurel machte Mactaris zu einer Colonia, deren Bürger das römische
Bürgerrecht erhielten. Die Stadt war das Verwaltungszentrum der Region und
blühte auf, wovon noch heute das grosse Forum mit dem weithin sichtbaren
Trajansbogen zeugt. Südlich davon stehen die Reste der grossen Therme, mit
einigen beeindruckenden Bodenmosaiken, aber es finden sich noch Überreste
weiterer Thermen, und ein Amphitheater. Abseits der grossen Touristenströme
kann man diese Ausgrabungsstätte - mit Glück - fast für sich alleine entdecken.
Fast alleine, bedeutet aber auch, dass sich einem lokale Führer anbieten, die
Ausgrabungsstätte zu zeigen, was man durchaus annehmen sollte, da diese einige
Ecken zeigen können, an denen man sonst vorbeilaufen würde. Mit etwas
französisch Kenntnissen, kann man sogar den Erklärungen folgen. Wir haben das
als nicht sehr aufdringlich empfunden. Anschliessend konnte man sich noch
einige besondere Ausgrabungsstücke in dem kleinen Museum anschauen.
Zum Schluss haben wir dann noch in einem Strassencafe einen Tee getrunken und
etwas gegessen, bevor es dann zurück nach Sousse ging. Mit der Sonne im Rücken
war der erste Teil der Strecke noch wunderschön zu fahren, allerdings wurde
es dann schnell dunkel, aber die Strecke war gut zu fahren und im Gegensatz
zu anderen Ländern, fuhren die meisten Fahrzeuge auch mit Licht, so dass wir
sicher zurück kamen. Die Fahrt durch das abendliche Sousse brachte noch etwas
Spannung und Orientierungsprobleme.
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