Stand: 12.09.2004
Länder - Literatur - Reisen
 
Money makes the world go round










Geldumtausch in Taiz.

In Taiz (Jemen) habe ich mir einen Silberdolch gekauft, leider waren dadurch meine Bargeldbestände stark reduziert, so dass ich DM in Rial tauschen wollte. Was zu einigen Problemen, aber auch einem sehr amüsanten Umtausch, führte, da die neuen DM Scheine noch nicht bekannt waren und an den Wänden noch die Währungstafeln mit der alten DM hingen - und Dollars hatte ich in dem Moment nicht dabei.

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"Nur Bares ist Wahres"
Grundsätzlich die Frage, wie kriege ich Geld in einem fremden Land. Die Möglichkeiten sind

  • Bargeld
    braucht man immer, je weiter man von den grossen Touristenzentren weg ist, desto wichtiger ist es Bargeld dabei zu haben. Natürlich kann man Geld auch leicht klauen, also niemals alles in einer Tasche aufbewahren, sondern verteilt, so dass nie alles verschwindet. Ich habe bis jetzt erst einmal die Erfahrung eines Überfalls mitmachen dürfen, und das war in Europa. Also Vorurteile gegen arabische Länder sind meiner Meinung nach nicht angebracht. Treffen kann es einen überall.
    • Dollar - immer noch die internationale Standardwährung, kann man fast überall tauschen und wird auch ohne Tausch häufig genommen. Wichtig ist dabei allerdings die Stückelung, für kleinere Beträge, Trinkgeld o.ä. sollte man 1-Dollarnoten dabei haben, für den Umtausch maximal 20-Dollarnoten, da grössere Noten nicht unbedingt überall getauscht werden.
    • Euro - wird eigentlich inzwischen auch überall problemlos getauscht, meist sogar mit grösseren Beträgen, da die Sicherheitsmerkmale besser als beim Dollar sind, und somit Fälschungen seltener. Allerdings fehlt die praktische 1-Dollarnote für kleinere direkte Geldgeschenke.
    • einheimische Währung - sollte man immer in ausreichender Menge dabei haben, um mal eine Flasche Wasser oder sonstwas damit zu bezahlen. Einige Währungen bekommt man in Deutschland - wenn überhaupt - nur mit Schwierigkeiten, also am besten im jeweiligen Land tauschen, ist meistens eh günstiger.
      Wichtig ist, dass man häufig die einheimische Währung nicht ausführen darf, also nie grosse Beträge tauschen und die Belege aufheben, um das Geld später zurücktauschen zu können (ist in einigen Ländern notwendig).
      Den ersten Tausch sollte man ruhig direkt am Flughafen oder bei einer Bank machen, um sich mit dem Geld vertraut zu machen und sich Referenzkurse geben zu lassen. Unterwegs kann man dann entweder in den Hotels tauschen (zur Not), oder bei entsprechenden Wechselstuben - allerdings sind die teilweise nur in grösseren Städten wirklich vorhanden. Strassentausch ist nicht empfehlenswert, aber dazu muss ich ja wohl nicht wirklich was sagen, oder ?
  • EC-Karte
    ausserhalb von Europa eher selten nützlich, am besten zuhause lassen.
  • Kreditkarte
    international wesentlich besser anerkannt, als die ec-Karte. Grössere Hotels akzeptieren in der Regel die gängigsten Karten (Visa, Mastercard, American Express). Gut, da bei Diebstahl das Verlustrisiko geringer ist, als bei Bargeld - allerdings Sperrnummern und Kartennummer merken = aufschreiben !!!
    Auch kann man damit in grösseren Städten Geld direkt vom Automaten ziehen, kostet zwar viel Gebühren (vorher fragen, hinterher ärgern), aber ist schon praktisch für den Notfall. Die Standorte von Automaten kann man bei Visa und Master auf deren Webseiten international vor der Reise abfragen (Stichwort: ATM ist die engl. Abk. für die Automaten).
    Bei Visa kann man direkt von der deutschen Homepage auf die Suchseite für Geldautomaten gehen, bei Mastercard muss man da schon auf die interntionale Seite gehen, auf der deutschen habe ich keinen Link gefunden - selbst nicht auf den Folgeseiten (Superdesign, immer knapp am Kunden vorbei *scnr*).
  • Reisechecks
    jaaaaa, ist sicher, aber umständlich, ausserdem sollte man sich vorher erkundigen, welche man in dem jeweiligen Land wo einlösen kann. Es nützt schliesslich nichts, wenn man jede Menge Checks dabei hat, aber nirgendwo einlösen kann. Dazu kommen die Gebühren, so dass das Geld ziehen per Kreditkarte evtl. auch nicht teurer ist. Je nachdem, wo man einlöst, darf man nochmal Kommission zahlen (egal was man vorher von seiner Bank erzählt bekommt), erfährt man auch erst wenn man dort einlöst, ausserdem haben Banken dann auch typischerweise einen schlechteren Wechselkurs. Sind jedenfalls meine Erfahrungen gewesen, ist aber sehr unterschiedlich.
    Für's Einlösen den Pass nicht vergessen !
  • Postsparbuch
    Ist so weit ich weiss nicht mehr möglich. Die Postbank weist hierzu auf die 650000 Visa-Geldautomaten hin. Aber im Zweifelsfall nochmal nachfragen.
  • Postanweisung
    heißt bei der Postbank jetzt Minuten-Service und wird über Western Union weltweit abgewickelt. Für Notfälle die einfachste Möglichkeit Geld von zuhause ins Ausland zu transferieren, selbst im Jemen gibt es einige Agenturen, bei denen man Geld bekommen kann. Voraussetzung ist, dass jemand von zuhause das Geld per Western Union überweist, ob Ihre Bank das direkt macht müssen Sie selber klären, ansonsten halt per Postbank. Wenn Sie Kunde bei der Postbank sind, ist die Beauftragung telefonisch / online möglich, ansonsten mit dem Bargeld zur Filiale.