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Eine echte Überraschung für mich war, dass Rumänien
vertreten war und noch dazu die Klöster in Moldawien.
Na gut, Transsylvanien liegt in Rumänien und damit
Dracula-Country, also für Amerikaner ein Teil ihrer
cineastischer Kulturgeschichte. Allerdings beschränkt
sich das Buch auch genau auf zwei Orte, Schloss Bran
- jetzt raten wir mal, wer dort gelebt haben soll?
Und eben besagte Klöster.
Leider fehlt damit sehr viel von Rumänien und eigentlich
müsste man zumindest Bukarest als fehlend im Buch monieren,
aber auch das Schloss Peles bei Sinaia ist - na ja -
interessant.
Schloss Bran -
angeblich die Heimstätte von Graf Dracula, aber wirklich
verbürgt ist das nicht - eigentlich gar nicht, aber
es passt halt so schön ins Bild und einen Besuch ist
es schon wert.
Als wir da waren, war es eigentlich geschlossen, aber da
auch hier inzwischen der Kapitalismus Einzug gehalten hatte,
half ein wenig Geld nach und so konnten wir uns das Schloss
ziemlich alleine anschauen, abgesehen von einem Modefotografen
mit Models, der das Schloss als Hintergrund für seine
Modefotos gewählt hatte.
Klöster in Moldawien - Wow!
Diese Klöster sind mir wirklich in Erinnerung geblieben,
und die gehören mit Sicherheit auf die Top 1000 Liste.
Jedes der Klöster besteht aus einer Wehrmauer und einer
innenliegenden Kirche, die an sich schon sehr beeindruckend
sind, aber die Kirchen selber sind von aussen mit
Geschichten aus der Bibel bemalt und es ist diese Bemalung,
die diese Klöster so einzigartig macht.
Wir hatten das Glück im Herbst bei herrlichem sonnigen Wetter
die meisten der Klöster zu sehen, die bunten Herbstfarben
haben es zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.
Meist waren wir die einzigen Touristen da und haben tagelang
niemanden anderen getroffen, allerings bei einem Kloster kamen
plötzlich zwei Busladungen Amerikanerinnen an, die wohl
rumänisch-stämmig waren und sich die Heimat einmal ansehen
wollten, dass war auch ein unvergessliches Erlebnis der
anderen Art.
Fehlende Ziele
Bukarest - Bukarest
galt früher mal als das Paris des Ostens und wurde leider
unter Ceausescu leider stark modernisiert, ob die modernen
Plattenbauten unf Hochhäuser wirklich zur Verschönerung
beigetragen haben, möchte ich bezweifeln, dennoch finden
sich noch einige wunderschöne Jugendstilvillen in Bukarest.
Wirklich lohnend ist das Nationalmuseum mit dem thrakischen Goldschatz
im Keller. Etwas ausserhalb liegt ein Heimatmuseum, in dem man
Häuser aus allen Teilen Rumäniens und original(-getreuen)
Einrichtungen besichtigen kann und wem das zu alt ist, der
kann das zweit größte Gebäude der Welt (nach dem Pentagon)
besichtigen, der alte Palast des Volkes von Ceausescu
errichtet ist beeindruckend, auch wenn dafür ein komplettes
Stadtviertel platt gemacht wurde.
Schloss Peles -
bei Sinaia gelegen und genauso umstritten wie Schloss
Schwanstein, es ist auch genauso kitschig, aber wenn man
von Bukarest nach Schloss Bran fährt, sollte man definitiv
einen Abstecher einplanen. Wenn es geht am besten im Herbst,
denn die Karpaten bieten im Herbst auch einen Indian Summer
und sind ein phantastischer Anblick.
Brasov und Cluj-Napoca -
zwei deutsche Städte in Rumänien. Brasov heißt
im deutschen Kronstadt und Cluj-Napoca Klausenburg.
Die Städte haben noch einen mittelalterlichen Kern und als
Deutscher sollte man einen Abstecher einplanen, wenn man
schon mal da ist.
Constanza - am
Schwarzen Meer gelegene Großstadt, richtig lohnenswert
ist hier eigentlich nur das archäologische Museum, aber
das hat wirklich ein paar einmalige Exponate zu bieten.
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