Stand: 08.01.2008
Länder - Literatur - Reisen
 
Die schönsten Orte der Welt...









Geht der Wein aus, hört das Gespräch auf, geht das Geld aus, bleiben die Freunde aus.

(Rumänisches Sprichwort)


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Eine echte Überraschung für mich war, dass Rumänien vertreten war und noch dazu die Klöster in Moldawien. Na gut, Transsylvanien liegt in Rumänien und damit Dracula-Country, also für Amerikaner ein Teil ihrer cineastischer Kulturgeschichte. Allerdings beschränkt sich das Buch auch genau auf zwei Orte, Schloss Bran - jetzt raten wir mal, wer dort gelebt haben soll? Und eben besagte Klöster.
Leider fehlt damit sehr viel von Rumänien und eigentlich müsste man zumindest Bukarest als fehlend im Buch monieren, aber auch das Schloss Peles bei Sinaia ist - na ja - interessant.

Schloss Bran - angeblich die Heimstätte von Graf Dracula, aber wirklich verbürgt ist das nicht - eigentlich gar nicht, aber es passt halt so schön ins Bild und einen Besuch ist es schon wert.
Als wir da waren, war es eigentlich geschlossen, aber da auch hier inzwischen der Kapitalismus Einzug gehalten hatte, half ein wenig Geld nach und so konnten wir uns das Schloss ziemlich alleine anschauen, abgesehen von einem Modefotografen mit Models, der das Schloss als Hintergrund für seine Modefotos gewählt hatte.
Klöster in Moldawien - Wow! Diese Klöster sind mir wirklich in Erinnerung geblieben, und die gehören mit Sicherheit auf die Top 1000 Liste. Jedes der Klöster besteht aus einer Wehrmauer und einer innenliegenden Kirche, die an sich schon sehr beeindruckend sind, aber die Kirchen selber sind von aussen mit Geschichten aus der Bibel bemalt und es ist diese Bemalung, die diese Klöster so einzigartig macht.
Wir hatten das Glück im Herbst bei herrlichem sonnigen Wetter die meisten der Klöster zu sehen, die bunten Herbstfarben haben es zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Meist waren wir die einzigen Touristen da und haben tagelang niemanden anderen getroffen, allerings bei einem Kloster kamen plötzlich zwei Busladungen Amerikanerinnen an, die wohl rumänisch-stämmig waren und sich die Heimat einmal ansehen wollten, dass war auch ein unvergessliches Erlebnis der anderen Art.

Fehlende Ziele

Bukarest - Bukarest galt früher mal als das Paris des Ostens und wurde leider unter Ceausescu leider stark modernisiert, ob die modernen Plattenbauten unf Hochhäuser wirklich zur Verschönerung beigetragen haben, möchte ich bezweifeln, dennoch finden sich noch einige wunderschöne Jugendstilvillen in Bukarest.
Wirklich lohnend ist das Nationalmuseum mit dem thrakischen Goldschatz im Keller. Etwas ausserhalb liegt ein Heimatmuseum, in dem man Häuser aus allen Teilen Rumäniens und original(-getreuen) Einrichtungen besichtigen kann und wem das zu alt ist, der kann das zweit größte Gebäude der Welt (nach dem Pentagon) besichtigen, der alte Palast des Volkes von Ceausescu errichtet ist beeindruckend, auch wenn dafür ein komplettes Stadtviertel platt gemacht wurde.
Schloss Peles - bei Sinaia gelegen und genauso umstritten wie Schloss Schwanstein, es ist auch genauso kitschig, aber wenn man von Bukarest nach Schloss Bran fährt, sollte man definitiv einen Abstecher einplanen. Wenn es geht am besten im Herbst, denn die Karpaten bieten im Herbst auch einen Indian Summer und sind ein phantastischer Anblick.
Brasov und Cluj-Napoca - zwei deutsche Städte in Rumänien. Brasov heißt im deutschen Kronstadt und Cluj-Napoca Klausenburg. Die Städte haben noch einen mittelalterlichen Kern und als Deutscher sollte man einen Abstecher einplanen, wenn man schon mal da ist.
Constanza - am Schwarzen Meer gelegene Großstadt, richtig lohnenswert ist hier eigentlich nur das archäologische Museum, aber das hat wirklich ein paar einmalige Exponate zu bieten.