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Ungarn habe ich mehrmals beruflich besucht, dabei bildete
natürlich Budapest ein Schwerpunkt, aber auch den
Plattensee und die Tokaj konnte ich besuchen. Wirklich
faszinierend ist die Sprache, die keineswegs slawisch
ist, sondern den sogenannten finnugrischen Sprachen.
Noch nie gehört? Eine Sprachfamilie, zu der auch
das finnische gehört, schon interessant, wenn man
die Entfernung zwischen den beiden Ländern bedenkt.
Leider beschränkt sich das Buch auf verschiedene
Ziele in Budapest, der Rest von Ungarn bleibt außen vor.
Aber ich könnte auch nicht sagen, dass ich außerhalb
von Budapest noch ein absolutes Highlight gesehen hätte.
Der Plattensee ist zwar nett, aber eben auch nur nett.
In der Tokaj gibt es aber schon sehr schöne Weingüter
und die dicken Pilzteppiche an den Wänden der alten
Stollen die für das Aroma des Tokajer Weins mit verantwortlich
sind, sind schon interessant, aber dafür muss man nicht
extra dorthin reisen. Also Entschuldigung nach Ungarn,
aber das Buch hat recht, wenn es sich auf Budapest
beschränkt.
Castle Hill -
fast noch schöner von unten anzusehen, als von oben.
Gerade die Fischerbastei ist ein touristisches
Highlight, und man hat von dort einen einmaligen
Blick über Budapest - oder speziell auf das auf der
anderen Donauseite liegende Pest, denn der Burgberg
liegt auf der Buda-Seite von Budapest. Nur eins
trübt den Blick, die häßliche Glasfassade eines
Hotels direkt neben der Fischerbastei.
Gerbeaud -
ein Kaffeehaus der besonderen Art und wenn man schon
mal da ist, warum nicht? Aber ich hätte einen
besseren Vorschlag steigen Sie doch einfach vor
dem Gerbeaud in die U-Bahn (ich glaube es ist die M1),
eine der ältesten U-Bahnen der Welt und geniessen Sie
die Fahrt durch die alten wunderschönen U-Bahn Stationen.
Und wenn Sie dann wieder zurückkommen, trinken Sie eine
Kaffeespezialität im Gerbeaud.
Hotel Gellert - DAS
Traditionshotel in Budapest - und nicht gerade billig,
aber wenn Sie es sich leisten können, übernachten Sie
in diesem Jugendstiltraum, oder nehmen Sie zumindest
einen Drink in der Bar ein und schauen sich ein wenig um.
Das Hotel hat auch eine eigene Therme - wobei Budapest
voll mit Thermen ist (zumindest gefühlt). Die Therme
steht auch der Öffentlichkeit zur Verfügung, allerdings
sollte man sich rechtzeitig die Öffnungszeiten besorgen.
Zumindest als ich dort war, gab es unterschiedliche Tage
für Männer und Frauen, also MANN kommt nicht jeden Tag
rein, FRAU aber auch nicht.
Direkt vor der Tür des Gellert, liegt übrigens die
berühmte Kettenbrücke, also ruhig vorher mal einen
kleinen Spaziergang vorm Gellert machen und danach in
der Therme entspannen.
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