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Griechenland, die Wiege der europäischen Kultur. Ohne
die griechischen Götter gäbe es noch nicht einmal
Europa - zumindest nicht dem Namen nach. Denn Europa
ist der Name einer Geliebten des Zeus, nach der unser
Kontinent benannt wurde (
Wikipedia).
Aber ernsthaft, kaum eine andere Kultur hat Europa so
geprägt, wie die griechische mit ihren Philosophen,
ihren Staatsideen und auch mit ihren Wissenschaften.
Kreta - die
größte griechische Insel und das frühe Verbindungsglied
zwischen Afrika und Europa. Hier liegt die Heimstätte
der minoischen Kultur, die auch heute noch viele
Geheimnisse birgt und dennoch bekannt ist durch die
Minotaurus-Legende. Und damit kommen wir zu Knossos,
die minoische Ausgrabung überhaupt, oder wie es ein
befreundeter Historiker mal formulierte: "Das Disneyland
der Archäologie". So bedeutsam und interessant Knossos
auch ist, so verfremdet wurde es auch durch seinen
Entdecker, der Knossos wieder ins Leben zu rufen versuchte
und auch nicht vor Neukolorierung zurückschreckte.
Ginge es nur um Knossos, würde ich Kreta wohl nur ein
"Geht-So"-Gelb geben, aber Kreta ist mehr. Neben den
Minoern haben auch Griechen und Römer ihre Spuren
hinterlassen, dazu kommt eine wunderschöne Landschaft mit
der Samaria-Schlucht oder die Lasithi Hochebene und
ebenso interessante Städte, wie Chania und Agios
Nikolaos. Auf keinen Fall verpassen sollte man auch das
Museum in Heraklion, wenn auch Heraklion ansonsten eher
unansehnlich ist.
Santorini - muss
ich dazu irgendetwas sagen? Kaum ein anderes Bild
prägt Griechenland mehr, als die weissen Häuser mit
blauen Kuppeln vor blauem Himmel und blauem Meer.
Irreal, bei gutem Wetter glaubt man nicht, dass
es diesen Ort überhaupt gibt. Allerdings braucht man
schon eine gewisse Ruhe, um die anderen Touristen
ausblenden zu können.
Akropolis - das
andere stereotype Bild von Griechenland, die alte
Tempelstadt über Athen. Ich hatte das Glück in
Athen 9 Stunden Aufenthalt zu haben (von Kreta nach
Düsseldorf) und habe die Zeit genutzt, mir die
Akropolis anzusehen. Allerdings kam ich erstmal nicht rein,
nein, nicht wegen Überlastung geschlossen, ich war
einfach zu früh und musste warten, bis die Akropolis
geöffnet wurde. So war ich morgens der erste Tourist
auf der Akropolis und das war gut so, denn später war
Sie wirklich überlaufen.
Ist die Akropolis wirklich so besonders? Es ist eigentlich
wie Stonehenge, man muss es einfach gesehen haben und
beeindruckend ist es schon, denkt man dann an die
Geschichte, die vor einem steht, dann ist es ein Ort
den man gesehen haben muss. Hier ist die wirkliche
Wiege der westlichen Kultur und der Demokratie, hier
atmet man Geschichte - aber nicht zu tief einatmen, sonst
muss man husten, denn der Atem der Geschichte wird hier
gut überdeckt von Autoabgasen.
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