Stand: 08.01.2008
Länder - Literatur - Reisen
 
Die schönsten Orte der Welt...









Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen.
(Vergil)

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Griechenland, die Wiege der europäischen Kultur. Ohne die griechischen Götter gäbe es noch nicht einmal Europa - zumindest nicht dem Namen nach. Denn Europa ist der Name einer Geliebten des Zeus, nach der unser Kontinent benannt wurde ( Wikipedia).
Aber ernsthaft, kaum eine andere Kultur hat Europa so geprägt, wie die griechische mit ihren Philosophen, ihren Staatsideen und auch mit ihren Wissenschaften.

Kreta - die größte griechische Insel und das frühe Verbindungsglied zwischen Afrika und Europa. Hier liegt die Heimstätte der minoischen Kultur, die auch heute noch viele Geheimnisse birgt und dennoch bekannt ist durch die Minotaurus-Legende. Und damit kommen wir zu Knossos, die minoische Ausgrabung überhaupt, oder wie es ein befreundeter Historiker mal formulierte: "Das Disneyland der Archäologie". So bedeutsam und interessant Knossos auch ist, so verfremdet wurde es auch durch seinen Entdecker, der Knossos wieder ins Leben zu rufen versuchte und auch nicht vor Neukolorierung zurückschreckte. Ginge es nur um Knossos, würde ich Kreta wohl nur ein "Geht-So"-Gelb geben, aber Kreta ist mehr. Neben den Minoern haben auch Griechen und Römer ihre Spuren hinterlassen, dazu kommt eine wunderschöne Landschaft mit der Samaria-Schlucht oder die Lasithi Hochebene und ebenso interessante Städte, wie Chania und Agios Nikolaos. Auf keinen Fall verpassen sollte man auch das Museum in Heraklion, wenn auch Heraklion ansonsten eher unansehnlich ist.

Santorini - muss ich dazu irgendetwas sagen? Kaum ein anderes Bild prägt Griechenland mehr, als die weissen Häuser mit blauen Kuppeln vor blauem Himmel und blauem Meer. Irreal, bei gutem Wetter glaubt man nicht, dass es diesen Ort überhaupt gibt. Allerdings braucht man schon eine gewisse Ruhe, um die anderen Touristen ausblenden zu können.

Akropolis - das andere stereotype Bild von Griechenland, die alte Tempelstadt über Athen. Ich hatte das Glück in Athen 9 Stunden Aufenthalt zu haben (von Kreta nach Düsseldorf) und habe die Zeit genutzt, mir die Akropolis anzusehen. Allerdings kam ich erstmal nicht rein, nein, nicht wegen Überlastung geschlossen, ich war einfach zu früh und musste warten, bis die Akropolis geöffnet wurde. So war ich morgens der erste Tourist auf der Akropolis und das war gut so, denn später war Sie wirklich überlaufen.
Ist die Akropolis wirklich so besonders? Es ist eigentlich wie Stonehenge, man muss es einfach gesehen haben und beeindruckend ist es schon, denkt man dann an die Geschichte, die vor einem steht, dann ist es ein Ort den man gesehen haben muss. Hier ist die wirkliche Wiege der westlichen Kultur und der Demokratie, hier atmet man Geschichte - aber nicht zu tief einatmen, sonst muss man husten, denn der Atem der Geschichte wird hier gut überdeckt von Autoabgasen.