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Allgemeines Hier finden Sie eine kurze Anleitung zu NAT.
Übersicht
Grundlagen Internet

Damit zwei Rechner über das Internet miteinander kommunizieren können, müssen Sie zunächst einen Weg zueiander finden. Die Infrastruktur zwischen den beiden Computern stellt das Internet dar, dabei hat jeder Computer eine eigene Adresse, die sogenannte IP-Adresse, die aus vier Zahlen von 0 bis 255 bestehen. Die übliche Schreibweise ist die Folge der vier Zahlen mit einem "." als Trennzeichen, z.B. "192.168.0.227".
Ähnlich wie bei einer Telefonnummer kann über diese Nummer ein anderer Computer im Netzwerk angewählt werden und dann mit diesem gesprochen werden. So ist auch das Abrufen einer HTML-Seite mit dem Browser nichts weiter als ein Anruf bei einem Fremdrechner und die Anforderung einer Seite von diesem Rechner. Dabei werden Namen wie "www.sip-info.de" durch den sog. Domain Name Service (DNS) in eine echte Nummer übersetzt - ganz wie in einem Telefonbuch.
Der Austausch der Daten erfolgt zwischen zwei Rechnern über ein sog. Protokoll, nur wenn beide Seiten dasgleiche Protokoll sprechen, können diese Daten miteinander austauschen - rufen Sie doch mal einen Faxanschluss an und versuchen mit dem Fax-Gerät zu sprechen, Ihnen fehlt einfach das richtige Protokoll. Neben Adresse und Protokoll spielt noch der Port eine wichtige Rolle. Da auf einem Computer meist mehrere Dienste gleichzeitig zur Verfügung stehen, aber nur eine Adresse, wird ein Port mitangegeben, so dass der richtige Dienst angesprochen wird. Im Falle einer HTML-Seite im Browser ist das meist der Port 80 und das Protokoll HTTP. In einigen Fällen werden die Seiten aber auch über einen anderen Port abgerufen, dann folgt der Adresse die Portnummer mit einem ":", also z.B.: "http://www.sip-info.de:80/"
... natürlich geht das noch viel weiter, aber als Einlietung soll das hier mal reichen.

Grundlagen NAT und Router

NAT steht für Network Adress Translation und bezeichnet zunächst einmal die Übersetzung von einer IP-Netzwerkadresse in eine andere.
Aber wozu das ganze ?
Computer in lokalen Netzwerken haben wie Computer im Internet eine eigene IP-Adresse. Da aber die Anzahl der Adressen im Internet begrenzt ist, kann nicht jeder Computer eine eindeutige Adresse bekommen. Aus diesem Grund gibt es bestimmt Adressen, die im Internet nicht vorkommen, sondern für lokale Netze reserviert sind. Damit dennoch zwei Rechner miteinander kommuniziern können, müssen diese lokalen Adressen für das Internet in gültige Adressen umgesetzt werden.
Typischerweise hat ein lokales Netzwerk einen Übergangspunkt zum Internet (das kann auch ein Modem sein), dieses bezeichnet man auch als Gateway - bei einem einzelnen Rechner, der sich direkt über einen Internetprovider einwählt, ist das ganze etwas einfacher, im Prinzip ist der dann sein eigenes Gateway.
Praktisch bilden im SOHO-Bereich Router meist dieses Gateway. Ein Router vermittelt eine Route von einem Rechner im lokalen Netz zu einem anderen. Dabei entscheidet er anhand der Zieladresse, ob dieser Rechner sich im selben lokalen Netz befindet oder im Internet. Bei einem Rechner im Internet kommt dann NAT zum Einsatz, d.h. der Router stellt die lokale Vermittlungsstelle dar und sorgt dafür, dass ein lokaler Rechner mit einem anderen im Internet kommunizieren kann, obwohl der lokale Rechner keine echte Internetadresse hat.
Router haben dabei aber auch die Aufgabe eingehende Anfragen ins lokale Netzwerk weiterzugeben. Handelt es sich bei der eingehenden Anfrage um eine Rückmeldung zu einer Anfrage aus dem lokalen Netzwerk, weiss der Router an welchen Rechner er die Daten weiterleiten muss. Mit allen anderen eingehenden Anfragen kann der Router zunächst einmal nichts anfangen und ignoriert diese. Wenn man aber z.B. selber einen Web-Server betreibt, müssen entsprechende Anfragen an diesen weitergeleitet werden. Dazu definiert man im Router entsprechende Regeln, die diese Weiterleitung festlegen.
Firewalls gehen bei den Regeln noch ein Stück weiter, im Prinzip können hier die Regeln viel genauer definiert werden, also nicht nur, dass alle Anfragen auf den Port 80 an einen bestimmten Rechner weitergeleitet werden sollen, sondern auch z.B. welches Protokoll mit der Anfrage verbunden ist. Bei einer Firewall kann man ganz genau festelgen, was erlaubt ist und was nicht, durch entsprechend grosse Regelwerke, damit gilt meist alles ist verboten, was nicht erlaubt ist, so dass man nicht aus Versehen eine Regel vergisst.

NAT detailiert

Eine Anfrage im Internet enthält vier Angaben, die den Kommuikationsweg angeben: Internetadresse Absender, Portadresse Absender, Internetadresse Empfänger und Portadresse Empfänger, als Notation verwendet man daher

Internetadresse:Port
also z.B.
212.227.118.91:80
Adressen in internen Netzwerken haben üblicherweise ungültige Adressen, d.h. wenn der Empfänger einer Anfrage an den Absender eine Antwort zurücksendet, kommt diese nicht an.
Dies ist der Punkt wo NAT ins Spiel kommt, dabei wird in einer Anfrage von einem internen Rechner die Absendeadresse so geändert, dass der Empfänger eine Nachricht zurücksenden kann. Bei den Antworten wird wiederum die Empfängeradresse geändert, so dass der interne Rechner die Nachricht empfangen kann.
Damit die Kommunikation zwischen Server und ihrem Rechner funktioniert, merkt sich der Router eine Zuordnungstabelle. Ein typischer Ablauf sieht dann so aus (vereinfacht - bitte keine mails zu dem Thema !):
  1. Der interne Rechner (192.168.0.52:1000) stellt eine Anfrage an den Server 212.227.118.91:80
    Absender IP Absender Port Empfänger IP Empfänger Port
    192.168.0.52 1000 212.227.118.91 80
  2. Der Router leitet die Anfrage weiter, ändert aber die Absenderadresse von 192.168.0.52 (= interne Rechneradresse) in 80.132.224.200 (=Adresse des Routers im Internet)
    Absender IP Absender Port Empfänger IP Empfänger Port
    80.132.224.200 12345 212.227.118.91 80
  3. Der Empfänger-Server (212.227.118.91:80) schickt eine Antwort:
    Absender IP Absender Port Empfänger IP Empfänger Port
    212.227.118.91 80 80.132.224.200 12345
  4. Der Router empfängt die Antwort, ändert die Empfängeradresse und leitet die Antwort in das interne Netz weiter
    Absender IP Absender Port Empfänger IP Empfänger Port
    212.227.118.91 80 192.168.0.52 1000
Die Zuordnung merkt sich der Router in einer eigenen Tabelle, z.B.:
Interne Rechner-Adresse Externe Router-Adresse Empfänger Adresse(optional)
192.168.0.52:1000 80.132.224.200:12345 212.227.118.91:80 (Beispiel oben)
Dabei gibt es unterschiedliche Arten der Umsetzung, wie diese Tabelle verwendet wird:
  1. Full Cone - hier wird die Empfänger Adresse ignoriert, d.h. jedes eingehende Paket mit der Adresse 80.132.224.200:12345 wird an die interne Adresse 192.168.0.52:1000 weitergeleitet, ohne Ansicht der Absenderadresse, also auch Rechner die nicht die IP-Adresse 212.227.118.91 haben.
  2. Restricted Cone - im Gegensatz zum Full Cone muss hier erst einmal ein Paket vom internen Rechner an einen externen Rechner gesendet werden, bevor eingehende Pakete von diesem Rechner akzeptiert werden. Dabei wird nur die IP-Adresse geprüft und nicht der Port. Also bei obiger Tabelle würden alle Pakete angenommen werde, die vom Rechner 212.227.118.91 an 80.132.224.200:12345 gesendet werden und an die interne Adresse 192.168.0.52:1000 weitergeleitet.
  3. Port Restricted Cone - hier wird Full Cone weiter eingeschränkt, neben der IP-Adresse wird auch noch der Port überprüft. Also werden ausschliesslich Pakete an 192.168.0.52:1000 weitergegeben, wenn die Adresse 80.132.224.200:12345 ist und der Absender 212.227.118.91:80

    Unterschiede Cone
    1. Beim Full Cone wird die Spalte "Empfänger Adresse" ignoriert
    2. Beim Restricted Cone wird von der Spalte "Empfänger Adresse" nur die IP-Adresse ohne Port geprüft, dabei kann es sich aber um eine Liste von IP-Adressen handeln.
    3. Beim Port Restricted Cone wird von der Spalte "Empfänger Adresse" die IP-Adresse mit Port geprüft, dabei kann es sich aber um eine Liste von IP-Adressen mit Ports handeln.
  4. Symmetric - Bei Full Cone und Port Restricted Cone wird die dritte Spalte erweitert, wenn weitere Server angefragt werden. Also wenn z.B. der interne Rechner über den Port zwei Server anfragt (212.227.118.91:80 und 212.227.118.92:8080), wird die Tabelle erweitert:
    Interne Rechner-Adresse Externe Router-Adresse Empfänger Adresse
    192.168.0.52:1000 80.132.224.200:12345 212.227.118.91:80, 212.227.118.92:8080

    Beim Symmetric NAT werden statt dessen zwei Einträge generiert:
    Interne Rechner-Adresse Externe Router-Adresse Empfänger Adresse
    192.168.0.52:1000 80.132.224.200:12345 212.227.118.91:80
    192.168.0.52:1000 80.132.224.200:67890 212.227.118.92:8080

    Die Zuordnung ist somit immer eindeutig.

Bücher
"Voice Over IP" von Jochen Nölle
"Professionelle IP-Telefonie" von Oliver Pott, Harald Zapp
"Voice over IP" von Rolf-Dieter Köhler
Links
  1. Forumsseite zum Thema IP-Telefonie (http://www.ip-phone-forum.de)
  2. Thematische Linksammlung zu VoIP (http://www.voip-information.de/)
Einige DSL-Anbieter:


Arcor



DSL ab 2,79€



Einige VoIP-Provider (Stand August 2004):

Name Homepage Land (Firmensitz, andere Länder) Telefonieren ins Festnetz Festnetz Nummer Andere VoIP Anmerkungen
Broadnet mediascape www.broadnet-mediascape.de Deutschland ja ? nein
Freenet www.freenet.de Deutschland ja nein Sipgate, SIPphone
IAXtel www.iaxtel.com USA (ja) (ja) FreeWorldDialup Anrufe ins Festnetz begrenzt auf Tollfree Nummern in USA und Niederlande.
In den Niederlanden und den USA Anruf über spezielle PSTN Provider möglich.
Naturalvoice www.naturalvoice.us Brasilien
USA
? ? ?
Nikotel www.nikotel.de USA
Deutschland
ja Hamburg, Bremen, Berlin, Hannover, Braunschweig, Essen, Dortmund, Duisburg, Köln, Dresden, Leipzig, Frankfurt, Nürnberg, Karlsruhe, Stuttgart, München nein
QSC www.qsc.de Deutschland ja ja nein
Sipgate www.sipgate.de Deutschland ja Berlin, München, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Nürnberg, Essen, Dresden, Frankfurt, Hannover, Leipzig, Bremen, Dortmund, Stuttgart Freenet iPhone, FreeWorldDialup, IAXTel, Iptel, SIPphone.com, telio.no, callUK.com, Gossiptel.com, Gradwell.com, Sipcall.co.uk
SIPphone www.sipphone.com/ USA ja New York City, Philadelphia, Boston, Chicago, Atlanta, Miami, Denver, Houston, San Francisco, Los Angeles, Washington State Iptel, edgtel, FreeWorldDialup, Naturalvoice.us, Sipgate, StealthTele

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So für alle, die bis hierhin gekommen sind, der restliche Text ist nur für den Wettbewerb bei heise und kann getrost ignoriert werden, aber wen es trotzdem interessiert, hier ein paar Links zu meinen Seiten für den Wettbewerb:

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